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Domus
de janas
Es handelt sich um kleine, in den
Fels gegrabene Grotten, die als Grabstätten
dienten, oft einer labyrinthischen
Architektur gemäß, die
sich in verschiedenen kleinen Räumen
entwickeln. Aus jener Struktur die
Benennung Domus de janas ergeben,
die auf Sardisch "Hauser der
Feen" oder "der Hexen"
bedeutet. Es gibt auf der ganzen lnsel
ca. eintausend Gräber dieser
Art.
Die Domus de Janas sind hauptsächlich
im Gebiet Sulcis - Iglesiente konzentriert.
Die bedeutendsten Beispiele befinden
sich in S'Andrea Priu, in der Nähe
von Bonorva (SS), in Montessu, zwischen
Santadi und Villaperuccio (CA) und
im Gebiet Alghero mit der Nekropole
von Anghelu Ruju.
Riesengräber
Es handelt sich um Grabstätten,
die für die Stammeshäuptlinge
bestimmt waren. In ganz Sardinien
gibt es insgesamt 325 davon. Ihr Name
stammt aus der eigentümlichen
architektonischen Struktur: In der
Mitte einer Exedra aus flachen Steinen
erhebt sich eine grobartige hohe Stelle,
fast ein Übergang zum Jenseits.
Wir empfehlen den Besuch des sehr
eindrucksvollen Grabes Sa Domu e'
S'Orcu, dessen Struktur eine Stierhörnerform
zeichnet, die ein antikes Fruchtbarkeitsymbol
sind. Die Grabstätte befindet
sich in der Nähe von Quartucciu
(CA).
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