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HEPATITIS
A
Diese Virusinfektion der Leber
ist weltweit verbreitet, besonders
in Entwicklungsländern. Die
Inkubationszeit liegt zwischen
2 und 6 Wochen. Die Erkrankung
beginnt mit Grippegefühl,
Fieber, Appetitlosigkeit,
Übelkeit und Erbrechen. Nach
einigen Tagen wird der Urin
dunkel und der Stuhl hell,
schließlich entwickelt sich
eine Gelbsucht (zuerst im
Weiß der Augen bemerkbar).
Der weitere Verlauf ist unterschiedlich,
meist leicht,
besonders bei Kindern. Gelegentlich
kommt es bei Erwachsenen zu
schwereren und länger anhaltenden
Krankheitsbildern (bis zu
einigen Monaten). Dauerschäden
treten nicht auf. Die Diagnose
wird durch Blutuntersuchungen
auf Leberzellfermente und
spezifische Antikörper gesichert.
Die Übertragung erfolgt faekal-oral.
Das Virus wird vorwiegend
über verunreinigte Nahrung
und Trinkwasser aufgenommen,
besonders häufig über Muscheln,
Austern und Krebstiere, aber
auch über Milch, kaltes Fleisch
und andere Speisen.
HEPATITIS
B
Diese Viruserkrankung der
Leber ist weltweit verbreitet,
besonders in tropischen Ländern.
Die Inkubationszeit liegt
zwischen 2 Wochen und 6 Monaten.
Die Krankheit beginnt mit
Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit,
Übelkeit und Erbrechen. Nach
einigen Tagen wird der Urin
dunkel, der Stuhl hell, es
kommt zur Gelbsucht (zuerst
im Weiß der Augen bemerkbar).
Der weitere Verlauf ist unterschiedlich.
Die Krankheitsdauer liegt
nicht unter 4 Wochen. In ca.
1 0 % der Fälle rechnet man
mit Komplikationen, schweren
oder chronischen Verläufen,
vereinzelt mit Dauerschäden.
Infektiös sind Blut und andere
Körperflüssigkeiten von Erkrankten
und Virusträgern (in Mitteleuropa
0,1 - 0,5 %, in einzelnen
tropischen Ländern über 20
% der Bevölkerung). Die Übertragung
erfolgt über entsprechende
Kontakte; Bluttransfusionen,
unsterile Spritzen, Nadeln
und Instrumente (z.B. bei
unqualifizierten medizinischen
Eingriffen, Drogenabhängigen,
Tätowierungen) sowie beim
Geschlechtsverkehr.
DIPHTHERIE
Bakterielle Infektion, die
meist durch Tröpfcheninfektion
übertragen wird. Symptome
sind Fieber um 38 Grad, leichte
Rachenentzündung mit grau-weißen
Belägen und süßlichem Mundgeruch
und Allgemeinerscheinungen.
In schweren Fällen kann es
zu einer Halsschwellung mit
Luftnot, zu Herzmuskelentzündung
und zu Nervenlähmungen kommen.
In tropischen Ländern siedelt
sich die Diphtherie öfter
in Hautgeschwüren an. Diagnose
durch Bakterien-Nachweis aus
dem Rachen.
INFLUENZA
(Grippe)
Im Gegensatz zu den häufigen
banalen Erkältungsinfekten
ist die echte Grippe eine
ernstzunehmende Viruskrankheit,
die sich in epidemischen
Wellen jährlich mit unterschiedlichen
Schwerpunkten weltweit ausbreitet.
Die Inkubationszeit beträgt
wenige Tage. Die Übertragung
erfolgt von
Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion
über die Luft. Symptome sind
Fieber, Kopf-, Glieder-, Hals-
und Brustschmerzen mit trockenem
Husten. Bisweilen kommt es
zu Übelkeit und Erbrechen.
Die Krankheit dauert bis zu
einer Woche, die Rekonvaleszenz
mit allgemeiner
Abgeschlagenheit kann sich
jedoch über einige Wochen
hinziehen. Häufigste Komplikation
ist eine Lungenentzündung.
Gefährdet sind
besonders ältere Menschen.
KALA
- AZAR (Innere Leishmaniase)
Diese durch Einzeller (Leishmanien)
verursachte Infektion führt
besonders bei immungeschwächten
Personen zu einer schleichend
beginnenden, chronisch verlaufenden
Erkrankung mit Fieber, Leber-
Milzvergrößerung, Gewichtsverlust
und allmählichem Kräfteverfall.
Erregerreservoire sind kranke
Menschen, vor allem aber Hunde,
von denen die Übertragung
durch kleine, nachtaktive
Stechmücken (Phlebotomen,
"Sandfliegen") erfolgt.
Keine direkte Ansteckung von
Mensch zu Mensch. Die Inkubationszeit
kann mehrere Monate betragen.
Diagnose durch Parasitennachweis
und Blutuntersuchung in Spezial-Labors.
TETANUS
(Wundstarrkrampf)
Tetanusbakterien können bei
Wunden jeder Art, auch bei
Bagatellverletzungen, in die
Haut gelangen. Besonders gefährdet
sind mit Straßenstaub oder
Erdreich verschmutzte Wunden
und Tierbisse. Die Erreger
sondern ein Gift ab, das nach
einer Inkubationszeit von
1-2 Wochen (die Wunde ist
meist schon verheilt) zu schweren,
schmerzhaften Muskelkrämpfen
und Lähmungen mit Todesfolge
führen kann. Die Diagnose
wird aus den klinischen Symptomen
gestellt.
ZECKENENZEPHALITIS,
EUROPÄISCHE
Bei dieser zeckenübertragenen
Virusinfektion kann es 1-2
Wochen nach dem Stich zu einem
grippalen Krankheitsbild kommen.
In einem Teil der Fälle folgen
nach kurzem, beschwerdefreien
Intervall Komplikationen am
Gehirn (Enzephalitis, Meningitis),
die sich in starken Kopfschmerzen,
Nackensteifigkeit, Verwirrtheit
oder Bewußtseinsverlust äußern
und mit Fieber einhergehen.
Die Übertragung erfolgt im
Frühjahr und Sommer ("Frühsommer-Meningoenzephalitis",
FSME). Hauptverbreitungsgebiete
liegen in Süddeutschland (Württemberg,
Bayern) sowie Teilen von Osterreich,
der Schweiz, Skandinavien
und Osteuropa. Verwandte Viren
finden sich vereinzelt auch
im östlichen Sibirien und
dem angrenzenden China. Gefährdet
sind vor allem Personen, die
in Beruf und Freizeit Zecken
exponiert sind (Aufenthalt
in Wäldern, Auen, Wiesen).
Das Risiko ist insgesamt gering,
da selbst im Hauptverbreitungsgebiet
nur jede 50. bis 1 00. Zecke
Virusträger ist und nur ein
kleiner Teil der Infektionen
beim Menschen angeht. In Einzelfällen
wurden Virusübertragungen
durch infizierte Milch, besonders
von Schafen und Ziegen, beobachtet.
Da die Erkrankung zu Todesfällen
und Dauerschäden führen kann,
ist sie trotz ihrer Seltenheit
emstzunehmen. Die Diagnose
kann durch eine Blutuntersuchung
gesichert werden.
ZECKENBISSFIEBER
Hierbei handelt es sich um
Krankheiten, die in verschiedenen
Teilen der Welt von unterschiedlichen
Bakterien (Rickettsien) verursacht
und durch Zecken übertragen
werden. Die Inkubationszeit
liegt zwischen 3 und 14 Tagen.
Häufig entwickelt sich an
der Einstichstelle eine Entzündung
mit schwarzer Kruste. Weitere
Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen,
Lichtscheu, Lymphknotenschwellungen
sowie nach 3-5 Krankheitstagen
ein fleckförmiger Hautausschlag.
Schwere Verlaufsformen mit
punktförmigen Hautblutungen
und Hirnentzündung finden
sich in den USA ("Rocky
Mountains Spotted Fever"),
vornehmlich in den Südatlantik-Staaten
(Nord- und Süd-Carolina, Georgia,
Virginia) sowie in Kansas
und Oklahoma.
Gefährdet sind besonders Abenteuer-Reisende,
die im Freien übernachten.
Diagnose durch klinische Symptome
und Blutuntersuchung. ( Textherkunft:
www.crm.de
)
In
Sardinien sind uns
bisher keine Leishmaniasefälle
bekannt geworden, aber diese
Krankheit ist unter Hunden
sehr verbreitet.
Hingegen ist mit der Zecke
auch hier nicht zu spaßen,
es sind jedes Jahr Fälle aufgetreten
!
Auch von der Hepatitis A ist
schon des öfteren zu hören
gewesen, für den sicheren
Genuß von Meeresfrüchten und
Krustentieren gibt es deshalb
eine Regel der Einheimischen,
die sagt, daß man diese nur
in den Monaten mit einem "r"
verzehren soll, aber auch
in den Sommermonaten ohne
"r" sieht man viele Einheimische
mit Hingebung beim Verzehr.
Wenn Meeresfrüchte im rohen
nicht verarbeiteten Zustand
geöffnet sind, sollte man
auf jeden Fall die Finger
davon lassen, genauso wenn
Meeresfrüchte auf den Teller
kommen und die beiden Schalenhälften
im gekochten Zustand geschlossen
sind, Finger weg!!!
Trinkwasser ist, um auf Nummer
sicher zu gehen auf jeden
Fall aus der Flasche zu konsumieren.
Diese aber nicht zu lange
in der Sonne liegen lassen,
entweder platzt sie oder es
bilden sich auch hier Bakterien.
Zum Kochen und Duschen kann
man das Leitungswasser in
der Regel unbedenklich gebrauchen.
Influenza gibt es auch hier
und das in regelmäßigen Abständen
im Winter wie in Deutschland
auch. Dies
sind nur Tips, keine offiziellen
Angaben der Gesundheitsbehörde!
SardegnaNET
Team
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